Hecke schneiden: Was zwischen März und September erlaubt ist
Von Arjan Jorgalli, Inhaber · Stand: Oktober 2026
Kurz gesagt: Vom 1. März bis 30. September dürfen Hecken nicht radikal zurückgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden (§ 39 Abs. 5 BNatSchG). Schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben erlaubt, wenn keine Vögel darin brüten. Der kräftige Rückschnitt gehört in die Zeit von Oktober bis Februar.
Wer im Sommer zur Heckenschere greift, sollte die Regeln kennen. Denn nicht jeder Schnitt ist zu jeder Zeit erlaubt, auch nicht im eigenen Garten.
Die Schonzeit: 1. März bis 30. September
Das Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 Abs. 5) verbietet es, Hecken, lebende Zäune und Gebüsche in dieser Zeit radikal zurückzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu entfernen. Der Grund: In diesen Monaten brüten die meisten heimischen Vogelarten.
Was trotzdem erlaubt ist
Schonende Form- und Pflegeschnitte, die nur den Zuwachs des Jahres entfernen, sind auch im Sommer zulässig. Vorher gilt: Hecke auf Nester prüfen. Ist ein Nest besetzt, bleibt dieser Bereich stehen.
Ein bewährter Rhythmus
- Oktober bis Februar: kräftiger Rückschnitt, wenn die Hecke zu groß geworden ist
- Ende Juni: erster Formschnitt nach dem Frühjahrsaustrieb
- Spätsommer: zweiter, leichter Formschnitt, damit die Hecke dicht in den Winter geht
Für große Bäume gelten in Hamburg zusätzlich die Regeln der Baumschutzverordnung. Im Zweifel hilft eine kurze Nachfrage beim Bezirksamt.
Unser Tipp: Planen Sie den großen Rückschnitt für den Herbst. Dann ist die Hecke im Frühjahr wieder dicht und bleibt im Sommer mit leichten Formschnitten in Form.
Quelle: § 39 Bundesnaturschutzgesetz. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist der jeweils aktuelle Gesetzestext.